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Dehnungsstreifen: Woher sie kommen & wie sie wieder verschwinden

Problemzone Dehnungsstreifen: Fast jede Frau hat sie ! /Bild: Fotolia
Dehnungsstreifen: Woher sie kommen & wie sie wieder verschwinden
Catharina Kaiser

Jede Frau weiß, wie Dehnungsstreifen aussehen. Entweder weil man sie am eigenen Körper hat, oder zumindest schon mal bei anderen Frauen erblicken konnte. Während sie im Winter wunderbar verdeckt werden können, mutieren sie im Sommer dagegen für viele Frauen zur Problemzone Nummer 1 schlechthin. Eigentlich sind Dehnungsstreifen absolut nichts Schlimmes – dennoch fragen sich viele Frauen wie sie entstehen und vor allem wie sie wieder verschwinden. Hier eine mögliche Antwort auf beide Fragen:

Dehnungsstreifen vs. Schwangerschaftsstreifen 

Dehnungsstreifen entstehen immer dann, wenn die Elastizität der Haut zu sehr ausgereizt wurde. „Daher treten die lästigen Streifen besonders gerne während der Pubertät auf, wenn der Körper nochmal einen richtigen Wachstumsschub durchmacht“, so die Plastische Chirurgin Dr. Jennifer Levine. Doch auch gröbere Gewichtsschwankungen können Dehnungsstreifen verursachen – und zwar sowohl bei der Zu- als auch der Abnahme. Im Vergleich zu Schwangerschaftsstreifen, die wie der Name verrät während der Schwangerschaft auftreten, handelt es sich bei Dehnungsstreifen eher um feinere und hellere Linien. Schwangerschaftsstreifen neigen dagegen häufig zu einer rötlich-violetten Färbung und treten meist am Bauch, den Oberschenkeln, dem Po oder den Brüsten auf. Also überall dort, wo sich die Haut aufgrund der Schwangerschaft ausdehnt. Die Streifen sind bei Weitem keine Seltenheit: etwa 50 bis 80 % aller schwangeren Frauen weisen Schwangerschaftsstreifen in unterschiedlichen Intensitäten auf. In vielen Fällen ist, neben der Dehnung, auch ein Feuchtigkeitsmangel der Haut eine Ursache für die kleinen Risse. Aus diesem Grund schwören einige Damen auf spezielle Feuchtigkeitscremes um die Haut geschmeidig zu halten. Allerdings gibt es nicht wirklich viele vorbeugende Maßnahmen, die gegen die Natur wirken.

Ursache für Dehnungsstreifen

Auch wenn Dehnungsstreifen manchmal nicht wirklich dabei helfen, sich im Bikini pudelwohl zu fühlen, sind sie definitiv nichts wofür frau sich schämen sollte. Im Grunde ist es nichts weiter als ein kleines kosmetisches Sorgenkind. “Denn gesundheitsschädigend sind sie ebenso wenig“, so Dr. Jennifer Chwalek. Sie können sich zwar in Verbindungen mit dem sogenannten Cushings-Syndrom entwickeln, doch in der Regel sind andere Ursachen wie beispielsweise genetische Veranlagung dafür verantwortlich. Auch hormonelle Schwankungen sind ein häufiger Auslöser für Dehnungsstreifen. Im Falle des Cushings-Syndroms ist es die Überproduktion an Glukokortikoiden, die eine Fettzunahme am Rumpf bewirken und somit Dehnungsstreifen verursachen können.

Behandeln statt verstecken

Glücklicherweise hat die Wahrnehmung von Dehnungsstreifen in der letzten Zeit eine 180 Grad Wendung erlebt. Denn während sie zuvor noch mit allen erdenklichen Mitteln versteckt oder verdeckt wurden, tragen Frauen die feinen Linien mit zunehmendem Selbstbewusstsein. Ähnlich wie in Sachen Menstruation und Co. wird nun also offen darüber gesprochen, und aus dem ehemaligen Tabu ist ein beliebtes Gesprächsthema geworden. Denn mal im Ernst, Dehnungsstreifen machen vor keinem Körper halt und sind auch auf den Schenkeln einiger Topmodels zu finden. Wer sich dennoch nicht mit ihnen anfreunden möchte, kann die Dehnungsstreifen mit ein paar Methoden behandeln und zumindest fast unsichtbar machen:

  • Feuchtigkeitspflege: Da trockene Haut sehr leicht spannt und somit an Elastizität verliert, können kleine Risse schnell entstehen. Deshalb ist ausreichend Feuchtigkeit schon mal ein guter Trick, um Dehnungsstreifen vorzubeugen. Supermodel Miranda Kerr schwört beispielsweise auf Hagebuttenöl während der Schwangerschaft um die Haut schön weich und elastisch zu halten.
  • Laserbehandlung: Eine der effektivsten Möglichkeiten um bereits vorhandene Dehnungsstreifen loszuwerden ist eine Laserbehandlung. Dadurch soll Kollagen in den unteren Hautschichten aufgebaut werden und so neues, gesundes Hautgewebe entstehen.
  • Rollern: Eine weitere alternative Methode ist das sogenannte Rollern. Mit Hilfe eines Hautrollers werden der Haut hierbei zwar minimale Verletzungen zugefügt, doch durch die Wunden wird der Selbstheilungsprozess der Haut aktiviert. Im Vergleich zum Microneedling, dass ebenfalls von Experten eingesetzt wird, verfügt der Roller aber nicht über genügend Energie um die Kollagenproduktion anzuregen. Die Effekte sind daher schwächer und brauchen länger um sichtbar zu werden.